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Sonntag, 4. März 2007: Tag der Kranken

  • Swissmade!

 

Die letztes Jahr im Tempelgarten von Leysin eingeweihte Gedenktafel beweist jetzt, was viele längst wussten: Der alljährlich am ersten Märzsonntag stattfindende „Tag der Kranken“ wurde von der Schweizer Ärztin Dr. Marthe Nicati gegründet. Als diese sah, dass die Kranken in den Tuberkulose-Heilstätten in Leysin von ihren Freunden und Verwandten mehr und mehr vergessen wurden, rief sie diesen Gedenktag ins Leben.

 

Praktisch sofort wurde die Idee von den Medien aufgenommen: 1939 sprach man erstmals über den neu eingeführten „Tag der Kranken“, und schon 1943 kannte man ihn in der ganzen Schweiz. – Das ist bis heute so geblieben, obwohl man zwischenzeitlich (hoffentlich) gelernt hat, sich nicht nur am ersten März-Sonntag um kranke Freunde, Verwandte und Bekannte zu kümmern.

  • So vermeidet man Fettnäpfchen am Krankenbett

 

Wer einen Kranken besuchen oder ihm sonst eine Freude machen will, kommt nicht drum herum, sich einiges zu überlegen. Zeitpunkt des Besuchs, Gesprächsstoff oder auch Art des Mitbringsels lassen nämlich eine Menge Fettnäpfchen zu.

 Krank sein ist nicht schön – und Krankenbesuche sind nicht immer einfach. Deshalb einige Tipps, die mithelfen sollen, aus einem Krankenbesuch doch noch ein für alle Teile erfreuliches Ereignis zu machen:

  •   Zuerst einmal: Erkundigen Sie sich telefonisch, ob ein Besuch wünschenswert ist. Manche Kranke ziehen Ruhe vor oder möchten von Menschen, die ihnen nicht wirklich nahe stehen, nicht im Krankenbett gesehen werden.

  •  Informieren Sie sich vor einem Krankenhausbesuch über die Besuchszeiten. Für Hausbesuche ist meist der Nachmittag am besten geeignet.

  • Bleiben Sie nur so lange, wie es für den Patienten angenehm ist. Manche Kranke sind schon nach einer Viertelstunde überfordert; andere hingegen freuen sich, wenn man ihnen einige Stunden widmet. - Nehmen Sie es aber vor allem nicht persönlich, wenn sich die Ermüdungserscheinungen schon recht schnell zeigen!

  •   Beginnen Sie das Gespräch z.B. damit, dass Sie dem Kranken sagen, wie sehr Sie sich freuen, ihn zu sehen. Unterlassen Sie es hingegen, ihn auf sein schlechtes Aussehen hin anzusprechen oder falsche Komplimente über sein angeblich gutes Aussehen zu machen. Kranke haben ein sensibles Gespür für ehrlich gemeinte, ungekünstelte Worte.

  •     Sprechen Sie den Patienten nur dann auf seine Krankheit an, wenn dieser selber damit beginnt.

  •     Vielfach reagieren Kranke positiv auf Erlebnisse aus dem Alltag. Erzählen Sie deshalb von Ihren Kindern und Ihrem Hund, von lokalpolitischen Ereignissen oder Geschehnissen am Arbeitsplatz. Seien Sie mitfühlend, aber nicht mitleidig und vor allem: Bringen Sie etwas frischen Wind und Humor mit ins Krankenzimmer. Lachen ist auch hier gesund!

  •   Im Übrigen: Die Gesprächsthemen hängen auch von allfällig anderen Besuchern oder weiteren Zimmergenossen ab. Wenn Sie mit dem Patienten nicht allein sind, sollten Sie allzu Privates eher meiden.

 

Und jetzt: Vergessen Sie Ihre kranken Freunde, Kollegen und Bekannten nicht. Denn Besuche sind - vor allem bei längerer Krankheit - enorm wichtig!


Übrigens: Falls Sie Essbares oder Getränke mitnehmen wollen, sollten Sie sich vorher erkundigen, ob der Patient das überhaupt zu sich nehmen darf. Generell gilt hier allerdings, dass Säfte sinnvoller als Alkohol sind, Obst besser als Schokolade. - Blumen hingegen passen immer, weil sie sich erwiesenermassen positiv auf die Stimmung auswirken. Hier haben Fleurop-Blumenfachgeschäfte folgende Erfahrungen gemacht:

 

  • Am besten eignen sich Gestecke oder Blumenkörbchen, weil diese nicht nur schön, sondern auch pflegeleicht sind und keinerlei Vase benötigen.

  •  Besonders gut fürs Krankenbett eignen sich Blumen mit positiver Ausstrahlung in Gelb, Orange usw.

  •   Aufdringlich duftende Blumen sollte man meiden und dafür eher Tulpen, Ranunkeln, Anemonen, Gerbera, Rosen oder Orchideen wählen.

  •  Pflanzen sollte man eher meiden, da sie in den meisten Krankenhäusern aus hygienischen Gründen nicht erlaubt sind.

  •  Wenn der Kranke auf der Intensiv-Abteilung liegt, sollte man mit einem Blumengeschenk abwarten, bis er auf die Station verlegt wird (in der Intensivstation sind Blumen verboten).

 

Und noch etwas: Wer Blumen ins Krankenhaus bringen lässt, sollte nicht nur den genauen Vornamen und Namen des Patienten angeben, sondern möglichst auch Station und Zimmernummer.

 

Übrigens: Wer seinen Blumengruss nicht persönlich übergeben kann, lässt ihn am besten überbringen. Zum Beispiel via eines der 430 Fleurop-Blumenfachgeschäfte in der Schweiz, Telefon 0800 870 870 oder www.fleurop.ch. Bestellungen, die am Samstag, 3. März, bis 13.00 Uhr eintreffen, werden noch gleichentags überbracht.

 

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Stand: 24. Januar 2010