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                              Gartenbohne

                                      Phaseolus vulgaris

                                           Schmetterlingsblütengewächse

 

Bestimmungsmerkmale:

Die Gartenbohne ist eine Kletterpflanze, die sich bis zu einer Höhe von 7 m empor windet.

Die weißen , mitunter auch gelblich oder violett gefärbten Blüten sitzen an aufrechten, bis zu 30 cm langen Blütenstände. Die Pflanze blüht von Juni - August. Die meist weißen Bohnen reifen in 10 - 20 cm langen, grünen Hülsen heran.

Die Laubblätter haben lange Stiele und bestehen aus 3 eiförmigen, vorn zugespitzten Einzelblättchen.

 

Standort und Verbreitung:

Die Gartenbohne stammt aus Südamerika und ist heute als Gemüsepflanze in der ganzen Welt verbreitet.

 

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält giftige Eiweißverbindungen, sogenannte Toxalbumine. Der Hauptwirkstoff ist das Phasin.

Schon 3 - 10 rohe Bohnen können nach 30 - 90 Minuten die ersten Vergif-tungserscheinungen auslösen.

Es kommt zu schwerem Erbrechen, starken Verdauungsstörungen und heftigen Krämpfen, blutigen Magen- und Darmentzündungen mit Durchfällen und Fieber. Die Vergiftung kann auch zum Kollaps führen.

Es sind insbesondere Kinder und auch Rohkostanhänger gefährdet, wenn sie die rohen Bohnen zu sich nehmen. Durch Kochen wird das giftige Phasin zerstört.

Ein Kontakt mit den rohen Bohnen kann auch zu Hautentzündungen, der sogenannten Bohnenkrätze führen.

 

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Bohnenschalen wirken harntreibend und werden bei Nieren- und Blasener-krankungen eingesetzt. Sie sind auch in Blasen- und Nierentees enthalten.

Vor einem längeren Gebrauch reinen Bohnenschalentees wird, der Lectine wegen, gewarnt.

Die Bohne ist auch ein wichtiger Eiweißlieferant und läßt sich durchaus mit dem Eiweißgehalt vom Fleisch vergleichen.

So enthalten getrocknete weiße Bohnen etwa 22 g Eiweiß je 100 g, Rindfleisch enthält in der gleichen Menge etwa 20 g.

 

Name:

Die Gartenbohne wurde auch Welsche Bohnen, Witte Bohn, Rickbohnen, Fäsöl-chen und Fisolen genannt.

Der griechische Gattungsname Phaseolus bezieht sich auf die Fruchthülse, die in ihrer Form an einen Kahn erinnert (phaseolos - Kahn).

Der Artname vulgaris besagt, daß die Pflanze allgemein bekannt ist.

 

 

Geschichtliches:
Hippokrates und Theophrast erwähnen eine im Mittelmeergebiet heimische, ähnliche Art und Dioscurides schreibt in einem Kapitel über die Kochkräuter, daß die Bohne den Harn treibt und schwere Träume macht.

Unsere Gartenbohne stammt aus Amerika und wurde erst nach der Entdeckung dieses Kontinents bei uns bekannt.

In Amerika wurde die Bohne schon seit Urzeiten angebaut.

Lonitzer schreibt in seinem Kräuterbuch: "Bonenmehl reiniget die haut / Bohnenwasser dienet den augen / hilft für die bösen beyn / ... / Bohnenkrautwasser vertreibet den jungen kindern den stein / ist gut für vergifft / ... / und vertreibt die bösen blatern ...".

In der Volksheilkunde verwendete man Bohnenschalen auch zur Behandlung von Diabetes.

 

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Copyright © 2006 BLUMENGESCHÄFT DÜLLI
Stand: 16. Januar 2008